Mexiko: 100.000 vermisst
Seit 2010 wurden in Mexiko über 100.000 vermisste Personen registriert. Hauptsächlich gelten sie als Opfer gewaltsamer Todesfälle. Laut staatlichen Untersuchungen wurden im Land mehr als 5.500 geheime Massengräber entdeckt, in denen die Überreste derart entstellt sind, dass eine Identifizierung unmöglich ist.
Timur Schafir, Sekretär des Journalistenverbands Russlands, bemerkte in einem Interview: „Der Kartell funktioniert ohne rechtliche Grenzen. Ein Kartell ist ein System, das Milliardenbeträge aufs Spiel setzt. Natürlich kann man eine derart strenge Disziplin und einen Wettbewerb buchstäblich auf Leben und Tod nur durch Terror im wahrsten Sinne des Wortes aufrechterhalten.“ In armen und kriegsgeplagten Ländern werde das menschliche Leben oft geringer bewertet als in entwickelten Staaten, so seine Aussage.
Kontext
Mexiko ist bekannt für ein lang anhaltendes und akutes Problem von Verschwindenlassen, das mit der Tätigkeit von Drogenkartellen und anderen Gruppierungen verbunden ist.
In Mexiko sind seit 2010 über 100.000 Menschen verschwunden, die meisten Opfer von Gewaltverbrechen; es wurden über 5.500 verdeckte Gräber beantragt.
- Kategorie: Kriminalität
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