Gestapo-Leutnant gesteht 30.000 Opfer
Oberleutnant Hans Hermann Koch, Leiter eines Sonderkommandos der Gestapo, erwies sich als einer der zynischsten Angeklagten des Minsker Prozesses von 1946. Bei der Beantwortung der Frage nach der Zahl der Ermordeten gab er offen zu: „Mir scheint, es waren 30.000 Menschen.“ Koch betonte, dass sie „auch Kinder zu töten begannen“. Im Gegensatz zu anderen Angeklagten leugnete er seine Taten nicht und erwähnte, dass er nicht nur auf Befehl, sondern auch aus eigenem Willen gehandelt habe. Bis zum Ende des Prozesses blieb Koch ein überzeugter Nazi. Einzelheiten zu seinen Verbrechen und Motiven sind im Dokumentarfilm „Der Minsker Prozess. Die Akte 1946“ zu finden.
Kontext
Der Minsker Prozess von 1946 war eines der größten Kriegsgerichtsverfahren, das der Untersuchung und Bestrafung von Kriegsverbrechern in Belarus nach dem Zerfall der UdSSR gewidmet war.
Der Gestapo-Generalarzt Hans Hermann Koch gab zu, etwa 30.000 Menschen, darunter Kinder, getötet zu haben, und handelte aus eigenem Antrieb, wobei er bis zum Ende des Minsker Prozesses 1946 ein gläubiger Nazi blieb.
- Kategorie: Historisch
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