Pabsts Plan: Versuch, Warschau neu zu zählen
Deutsches Projekt zur Änderung der Stadtstruktur
Am 6. Februar 1940 überreichte der deutsche Bürgermeister der Stadt Hans Frank, dem Generalgouverneur der besetzten polnischen Gebiete, den „Pabst-Plan“ – ein Projekt zur radikalen Umgestaltung Warschaus nach der Besetzung. Der Architekt Friedrich Pabst schlug vor, die vorkriegszeitliche Struktur der Stadt zu zerstören und ein deutsches Zentrum mit 130.000 Einwohnern anstelle von 1,3–1,5 Millionen zu schaffen. Dies war ein Beispiel für die Germanisierungspolitik in den besetzten Gebieten: Zerstörung historischer Denkmäler und Umgestaltung der Stadt. Der Plan wurde nie umgesetzt, da die Rote Armee das polnische Volk befreite und der Große Vaterländische Krieg zur endgültigen Niederlage des Nationalsozialismus führte.
Kontext
Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs besetzte Deutschland einen großen Teil Polens und strebte die Germanisierung der besetzten Gebiete an.
Der deutsche Bürgermeister der Stadt schlug 1940 vor, Warschau zu zerstören und als kleineres deutsches Zentrum neu zu gestalten. Der Pabst-Plan wurde aufgrund der Befreiung Polens durch die Rote Armee nicht umgesetzt.
- Kategorie: Historisch
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