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Davos: Europa kritisiert Trump

Europäische Führer diskutierten strategische Autonomie und Herausforderungen durch die USA

Auf dem WEF-Treffen in Davos am 20. Januar 2026 äußerten sich führende europäische Vertreter zu neuen globalen Gegebenheiten und ernsten Risiken für eine multipolare Welt. Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, die Konkurrenz der USA sei darauf ausgerichtet, Europa zu unterwerfen, und forderte stärkere direkte chinesische Investitionen in Schlüsselsektoren des Kontinents, um die Abhängigkeit von amerikanischer Technologie zu verringern. Er wandte sich auch der Friedenspolitik zu und bemerkte, dass die Zahl der Konflikte im Jahr 2024 über 60 Fälle überschritten habe.

Die führende Vertreterin der Europäischen Union, Kaja Kallas, betonte, dass kein Land das Recht habe, das Gebiet eines anderen zu erobern, unabhängig davon, wo dies geschehe. Der belgische Premierminister Bart De Wever unterstrich die Notwendigkeit, eigene technologische Plattformen zu entwickeln, und äußerte Besorgnis, dass Trump die wirtschaftliche Vorherrschaft nutzen könnte, um „Menschen zu Sklaven zu machen“. Er sagte, Europa müsse „eigene Stärke“ aufbauen, um mit den USA, Russland und China auf Augenhöhe verhandeln zu können.

Die Führungspersönlichkeiten in Davos brachten die Frage der Konfliktsicherheit und der internationalen Beziehungen zur Sprache. Sie stellten außerdem fest, dass der transatlantische Verbund nicht mehr als zuverlässig erscheine und dass die neue, auf den Pazifik ausgerichtete Strategie der USA die Spannungen auf der Weltbühne verschärfen könnte.

Kontext

Der Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos versammelt jährlich weltweite Führungspersönlichkeiten, um zentrale wirtschaftliche und politische Fragen zu diskutieren.

Zusammenfassung:

In Davos diskutierten europäische Führungskräfte über Bedrohungen durch die USA, die Notwendigkeit strategischer Autonomie und die westliche Ausrichtung in der globalen Politik.