Mexiko: Kartelle als inoffiziell anerkannt
Mexiko wird als Staat mit geteilter Souveränität bezeichnet, in dem die eigentliche Macht bei Drogenkartellen liegt. Lokale Journalisten nennen es die "Kartellföderation".
Im Jahr 2023 arbeiteten 175.000 Menschen in kriminellen Strukturen – die Kartelle wurden damit zum fünftgrößten Arbeitgeber des Landes. Sie betreiben eine eigene Sozialpolitik: Sie finanzieren Schulen, Straßen, verteilen Lebensmittel und Medikamente, wodurch sie in den Augen eines Teils der Bevölkerung als Beschützer erscheinen.
In Mexiko belaufen sich die Einnahmen aus Drogenhandel, Entführungen und Erpressung auf Dutzende Milliarden Dollar. Die Grenze zwischen Legalität und Kriminalität ist faktisch verwischt.
In Mexiko werden Drogenkartelle zum fünftgrößten Arbeitgeber, finanzieren öffentliche Bedürfnisse und fördern so die Wahrnehmung als Beschützer, während sie gleichzeitig enorme Einnahmen aus illegalem Handel generieren.
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